Samstag, 31. Dezember 2011



konzertrückblick.

vier konzerte gab es 2011 für mich. lauter wunderbare augenblicke, die dem letzten jahr besonderheit schenkten.

den anfang machten cocoon im märz. ein geschenk des jungen, denn den beiden franzosen gehört mein ganzes herzblut. mit leisen klängen, zweistimmig und ihrem charmanten französischen akzent erfüllten sie den kleinen club mit einer perfekten stimmung. das konzert war mit fünfzig zuhörern so intim, dass es an wohnzimmeratmosphäre erinnerte. zum verkauf standen beide alben auf vinyl. von jedem gab es allerdings nur ein exemplar. und über die frage nach einer unterschrift auf das cover schienen die beiden schon fast überrascht.



im herbst kamen dear reader nach deutschland. die südafrikanische sängerin passte mit ihrer glockenhellen stimme perfekt in die location des dortmunder konzerthauses. violine, trompete, gitarre, akkordeon, glockenspiel, klavier und kontrabass. wunderbare musiker, wunderbare lieder, wunderbare stimmung.



sie waren zwar für uns der hauptact des abends, trotzdem nur vorband für miss li, die nach dear reader mit band im konzerthaus auftrat. sie war laut, sie war gut und doch wirkte sie leider etwas fremd. denn ein roter samtsessel unterm po animiert dann doch weniger zum tanzen, als das bier in der hand in einer menge stehend.



zu letzt sahen wir friska viljor in düsseldorf. ein konzert der gänsehaut. große stimmen, gute musiker, beste freunde und emotionale songs. es wurde getanzt und mitgesungen. zwei mal kamen sie zurück auf die bühne und ganz zum schluss spielten sie den song, auf den ich die ganze zeit gewartet habe.

aber auch 2012 warten ein paar schöne konzerte auf uns. im januar diese wunderbare frau und im märz die beste.

Freitag, 30. Dezember 2011




weihnachten.

sah bei mir so aus:

theater. schlafen. weihnachtsbrunch. pipi lotta. besuch bei oma. kirche. antipasti. roastbeef. weihnachtsmusik. bescherung. espresso. tiramisu. kinder aus bullerbü. schwesternkuscheln. schlafen. hänsel und gretel. frühstücken. zum jungen. hirsch und klöße. vorm ofen sitzen. don giovanni. weihnachtsresteessen. schlafen. tee trinken. zu oma und opa. riesen weihnachtspute. weihnachtslieder singen. käsetorte. auf dem sofa lümmeln. schlafen.


Montag, 12. Dezember 2011




advent, advent.

schon habe ich nummer zwölf geöffnet und somit die hälfte der weihnachtszeit hinter mich gebracht. warum flieht die zeit immer dann, wenn man sich am meisten danach sehnt, sie zu halten? neben unglaublich viel arbeit, versuche ich meine lieblingszeit dennoch so gut es geht auszukosten. wir geniessen unsere erste adventszeit in der gemeinsamen wohnung, zelebrieren das anzünden der adventskerzen und machen es uns abends bei weihnachtsmusik auf dem sofa gemütlich. wie wahrscheinlich jedem anderem, fehlen auch mir eisblumen und schneeflocken, um gänzlich in stimmung zu kommen (der letzte dezember hat uns einfach zu sehr verwöhnt). aber die hoffnung ist noch da und bis dahin wird einfach geträumt vom ersten schneespaziergang.

Montag, 28. November 2011



fika.

zwei jahre ist es nun her, dass meine kleine lieblingsschwedin zurück in ihre heimat gegangen ist. zurückgelassen hat sie traumhafte erinnerunge und ihr wunderbares rezept für kanel bullar. jedes mal, wenn ich sie backe und der sanfte zimtgeruch durch die die wohnung weht, denke ich an sie, meine malin.

in die winterzeit passen sie noch viel besser, als in den sommer. aber eigentlich kann ich sie immer essen. weich, zuckrig und am besten lauwarm. unser gestriges sonntagssüß.

Sonntag, 20. November 2011



geschenkideen.

ich liebe die weihnachtszeit – das habe ich im letzten post ja mehr als genug zum ausdruck gebracht. und trotzdem kann ich nicht leugnen, dass mich der mit ihr einher gehende stress manchmal zur weißglut bringt. denn neben der wunderbaren weihnachtsfeierlichkeiten warten im dezember auf mich außerdem einige geburtstage. meine mama, mein papa, meine schwester und mein opa sind dezemberkinder. ich beginne also schon im herbst, geschenkideen zu sammeln, damit ich im dezember nicht in die bredouille komme. trotzdem habe ich noch immer nicht alles zusammen... um ruhig zu bleiben einfach diesen beiden damen lauschen.

Sonntag, 13. November 2011



würziger kuchen.

ich bin ein weihnachtsmädchen. unglaublich. im letzten jahr verbrachte ich die weihnachtszeit, mein hab und gut in zeitungspapier einwickelnd, zwischen umzugskatons. ich hatte im januar so grosse weihnachts-entzugserscheinungen, dass ich nachts von lebkuchen und schnee geträumt und tagsüber, zum entsetzten des jungen, frank sinatras weihnachtssongs aufgelegt habe.

in diesem jahr juckt es mich deshalb schon seit der zeitumstellung und des dadurch früher dunkel werdens in den fingern. als ich vor zwei wochen einen weihnachtsbogen erstanden habe, habe ich ihn direkt für ein paar tage ins fenster gestellt um mir anschließend einzugestehen, dass es dafür wohl doch noch etwas zu früh war.

das alles schreibe ich, um mir die legitimation zu holen, schon mitte november lebkuchen zu backen (ehrlich gesagt habe ich dabei sogar weihnachtsmusik gehört).

oh und er war einfach perfekt. weich, saftig, würzig und sowas von weihnachten.

Samstag, 12. November 2011



nicht mehr lang.

gestern habe ich ihn gerochen. den winter. die luft riecht sauber und man spürt die kälte in der lunge. ich freue mich. denn mit blauem himmel und sonnenschein ist der winter einfach traumhaft.

so richtig geniessen kann ich das wetter allerdings nicht. auf meinem schreibtisch türmt sich ein haufen arbeit, den ich für einen spaziergang oder ein stück kuchen in der sonne nur allzu oft wegschiebe. und dann ist da noch der bachelor im hinterkopf, der immer mehr in den vordergrund rückt. die ersten informationsveranstaltungen drängen zu entscheidungen, die ich momentan noch nicht treffen mag. alles ruft nach ende und ich weigere mich loszulassen. nicht so einfach. und doch versuche ich so gut es geht das jetzt zu geniessen und das bald ganz weit weg zu schieben.